„Feindlich“ und „schändlich“: Boris Johnson kritisiert Demonstanten in Bristol

Premierminister Boris Johnson hat nach einer dritten Nacht der Zusammenstöße in der südwestlichen englischen Stadt die Demonstranten in Bristol heftig angegriffen.

Nicht nur in Deutschland gibt es Unmut über die wachsenden Möglichkeiten der Polizei, die sich immer mehr den faschistischen Methoden bedient, die es angeblich zwischen 1933-1945 gab. In Großbritannien gehen die Menschen immerhin gegen Polizeiwillkür auf die Straße, während in Deutschland von Querdenkern, ihren Alternativmedien und Spendenaufruf-Aktivisten für Friede, Freude, Eierkuchen und „mehr Demokratie“ auf den Straßen aufgerufen wird.

Polizeigewalt und Willkür wird nur dann angeprangert, wenn es sich gegen die Anti-Hygiene-Bewegung, den gesteuerten PsyOps wie Qanon selbst richtet. Ansonsten führen selbsternannte Reporter im Rahmen ihrer sogenannten Pressefreiheit Polizisten gerne vor der Kamera vor. Unter anderem werden im aktuellen Widerstand in Deutschland der amerikanische Ex-Präsident Donald Trump und Boris Johnson als „Befreier für Deutschland gefeiert“. Soviel zum vermeintlichen Widerstand in Deutschland.

Zurück nach England. Dort geht es ausnahmweise nicht um Anti-Hygiene-Demonstranten, sondern um die erweiterten Befugnisse der Polizei, die man in Deutschland gerne hat über sich ergehen lassen und es kaum Widerstand gab.

Laut mehreren Berichten versammelten sich mehr als 1.000 Demonstranten im Stadtzentrum von Bristol, bevor die Polizei in Kraft trat, um die Menge zu zerstreuen.

Als die Polizeigewalt eskalierte, starteten die Demonstranten Berichten zufolge Feuerwerkskörper in der berittenen Abteilung der Polizei von Avon und Somerset.

Johnson verurteilte die Aktion der Demonstranten als „schändlich“ und behauptete, ein „Mob“ sei „gewalttätig“, indem er „Ziegel, Flaschen und Feuerwerk“ auf die Polizei warf.

Der Premierminister erwähnte keine hartnäckigen Polizeitaktiken, die eine robuste Reaktion der Demonstranten hervorgerufen hatten.

Die Demonstranten sind empört über das Gesetz über Verbrechen, Verurteilung und Gerichte, das der Polizei und dem breiteren Strafrechtssystem umfassende Befugnisse gibt, um gegen sogenannte „störende“ Proteste vorzugehen.

Der Innenminister, Priti Patel, stellte gemeinsam mit dem Premierminister die Proteste als „Unordnung“ und die Demonstranten als „Schläger“ falsch dar, bevor er die „gegen die Polizei gerichtete Gewalt“ verurteilte.

Die Polizei von Avon und Somerset weist ihrerseits auf Beschränkungen für Coronaviren hin, um weitere Proteste zu verhindern, die für den Rest des Wochenendes geplant sind

Trotz der anscheinend koordinierten Kampagne des Establishments, die Demonstranten als Schläger und Kriminelle darzustellen, hat mindestens ein Mainstream-Journalist die Gewalt hervorgehoben, die die Polizei von Avon und Somerset gegen Demonstranten gerichtet hat.

Der Journalist des Daily Mirror, Matthew Dresch, veröffentlichte einen Tweet, in dem er die Polizeigewalt beschrieb, die ihm widerfahren war, obwohl er den Beamten sagte, er sei ein Medienarbeiter.

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