Russland verlegt schweres Militär in Richtung Krim und ukrainische Westgrenze

Nachdem die ukrainischen Streitkräfte in den letzten beiden Wochen schweres Kriegsgerät in Richtung Donbass und Krim verlegt haben, reagiert auch das russische Militär und verlegt Panzer und schwere Artillerie, um sich gegen eine mögliche Offensive vorzubereiten.

Entsprechende Videos wurden auf Telegram veröffentlicht. Bereits gestern wurde hier berichtet, dass das russische Militär sein modernisiertes Tor-M2-Luftabsystem im westlichen Militärbezirk positioniert. Nun folgen auch Panzer und Artillerie, die in Richtung Krim verlegt werden. Damit reagiert Russland auf die ukrainischen Truppenverlegungen in Richtung der strittigen Halbinsel.

Der Generalstab der Ukraine verkündete bereits in einem Interview, dass das Militär sich auf eine Offensive in Richtung Osten vorbereitet. Die Region um den Donbass, wo sich die Volksrepubliken Donezk und Lugansk von der Ukraine im Jahr 2014 unabhängig erklärten, sind die Kämpfe seit Anfang Februar wieder verstärkt losgebrochen. Nicht unwahrscheinlich, dass nach einem jahrelangem Stellungskrieg es zu intensiven Kampfhandlungen kommen wird.

Inwieweit Russland dort eingreift, ist schwer einzuschätzen. Offiziell heißt es, dass keine regulären russischen Streitkräfte in der Donbass-Region operieren. Allerdings kämpfen dort an der Seite der Ukraine private Truppen von Wagner. Hinzu kommt dass die Warlords weltweit Söldner rekrutierten, die vor allem 2014 und 2015 im Donbass gegen die Ukraine und ihre Privatarmeen, beispielsweise das Regiment Azow, gekämpft haben.

Anders ist es allerdings auf der Halbinsel Krim, die von Russland im März 2014 annektiert wurde, nachdem sich die Bevölkerung dort mit überwältigender Mehrheit in einem Referendum für einen Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt haben.

Dort werden derzeit massiv Truppen hinverlegt, um gegen einen militärischen Angriff gegen die Ukraine gewappnet zu sein. In der Ukraine befinden sich derweil auch NATO-Truppen, die am Manöver Defender2020 teilnehmen. Die Ukraine selbst hat letzte Woche verstärkt mit militärischen Manövern vor der Trennline zur Donbass-Region begonnen.

Dort wurden seit Februar die Kampfhandlungen auch verstärkt und es kam in den letzten Wochen zu kleineren Scharmützel, wo auf beiden Seiten Verluste zu beklagen sind. Alle Zeichen der Zeit stehen auf Spannungen in den nächsten Tagen und Wochen. Auch in Kiew fordern immer mehr Politiker den Präsidenten Wololymir Selenskij auf, die Kampfhandlungen am Donbass zu verstärken.

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