Medien: Dutzend Tote und Verletzte bei Protesten in Myanmar

Fast ein Dutzend Demonstranten wurden bei neuen Anti-Putsch-Demonstrationen und einem anschließenden Vorgehen der Sicherheitskräfte in einer Stadt im Nordwesten Myanmars getötet und mehrere weitere verletzt.

Laut iranischen Staatsmedien wurden Medienberichten zufolge am Mittwochabend mehrere Lastwagenladungen von Truppen eingesetzt, um Demonstranten in der Stadt Taze zu unterdrücken. Die Demonstranten wehrten sich mit handgefertigten Waffen, Messern und Feuerbomben gegen die Streitkräfte.

Folgendes Video veröffentlichte der iranische Auslandssender PressTV.

Sicherheitskräfte feuerten Live-Patronen, Granaten und Maschinengewehre auf die Demonstranten ab. Die Kämpfe wurden bis Donnerstagmorgen fortgesetzt und mindestens 11 Demonstranten wurden bei gewaltsamen Zusammenstößen getötet und etwa 20 verletzt.

Unter den Sicherheitskräften gab es kein Wort über Verluste.

Taze liegt in der Nähe der Stadt Kale, in der am Mittwoch mindestens 12 Menschen bei einem ähnlichen Zusammenstoß zwischen Truppen und Demonstranten getötet wurden.

Anwohner beschuldigten das Militär der Provokation und des Angriffs auf friedliche Demonstranten in der unruhigen Region.

„Taze und Kale haben viele Jäger im Dschungel“, zitierten Medien einen Einwohner der Region und einen Jugendaktivisten. „Sie haben handgemachte Schusswaffen. Und jetzt kamen sie mit ihren Waffen heraus, um die Einheimischen zu schützen, während die Menschen von der Junta angegriffen wurden.“

Das Militär im südostasiatischen Land führte am 1. Februar einen Putsch durch, bei dem die Regierung von Aung San Suu Kyi gestürzt und sie und andere politische Führer inhaftiert wurden.

Seitdem wurden in Myanmar Protestwellen veranstaltet, die die Freilassung von Suu Kyi und anderen inhaftierten Personen sowie die Rückgabe der Macht an die gestürzte Regierung forderten.

Mehr als 600 Menschen wurden seitdem von Sicherheitskräften getötet, teilte die Interessenvertretung der Association for Political Prisoners (AAPP) mit. Fast 50 der Toten waren Kinder.

Laut AAPP befinden sich derzeit 2.847 Personen in Haft.

Der Militärputsch hat internationale Empörung und Bitten um Zurückhaltung ausgelöst, da die Junta ein gewaltsames Vorgehen gegen Demonstranten fortsetzt.

Verwendete Quellen: IRIB, PressTV und ParsToday.

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