Russland beschuldigt die USA und die NATO „provokativer Aktivitäten“ im Schwarzen Meer

Russland hat den Vereinigten Staaten und der NATO „provokative Aktivitäten“ in den Gewässern und im Luftraum des strategischen Schwarzen Meeres vorgeworfen.

Die Nachrichtenagentur Interfax zitierte den russischen Verteidigungsminister Sergei Shoigu als Kommentar am Dienstag und beschuldigte Kiew, versucht zu haben, die Situation in der östlichen Donbass-Region der Ukraine zu destabilisieren.

Die Anschuldigungen wurden in den letzten Wochen angesichts der eskalierenden Spannungen zwischen Moskau und dem Westen über die Ukraine erhoben.

Die USA und ihre westlichen Verbündeten haben Bedenken hinsichtlich des militärischen Aufbaus Russlands entlang der ukrainischen Grenzen sowie auf der Krimhalbinsel geäußert. Der Kreml sagte, seine Truppeneinsätze seien eine Reaktion auf die „drohende“ militärische Aktion der NATO.

Kiew und Moskau haben in den vergangenen Wochen die Schuld für einen Anstieg der Gewalt im Donbass gegeben, wo seit 2014 ukrainische Truppen und pro-russische Streitkräfte kämpfen.

Die bewaffneten Auseinandersetzungen begannen, als eine Protestwelle in der Ukraine eine demokratisch gewählte pro-russische Regierung stürzte und durch eine pro-westliche Regierung ersetzte. Die Mehrheit in diesen Bereichen weigerte sich, die neue Verwaltung zu billigen.

Diese neue Regierung begann daraufhin ein Vorgehen gegen die hauptsächlich ethnischen Russen im Osten, die ihrerseits die Waffen ergriffen und die beiden Regionen Donezk und Lugansk – zusammen als Donbass bekannt – in selbsternannte Republiken verwandelten.

Kiew und seine westlichen Verbündeten werfen Moskau vor, an der Krise beteiligt zu sein. Moskau bestreitet jedoch die Vorwürfe.

Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew verschlechterten sich weiter, als die Schwarzmeerhalbinsel Krim nach einem Referendum im Jahr 2014 wieder zu Russland zurückkehrte. Mehr als 90 Prozent der Teilnehmer des Referendums stimmten für diese Vereinigung.

Zudem tobt seit 2014 ein Krieg im Donbass, der sich in den letzten Wochen weiter verschärfte, nachdem Kiew immer mehr Soldaten und Panzer an die Ostfront schickte, um die abtrünnigen Donbass-Regionen zurückzuerobern. Auch die Volksrepubliken Donezk und Lugansk haben sich im Jahre 2014 von der Ukraine abgespalten und werden seitdem nicht mehr von Kiew kontrolliert.

Mit Material von Interfax, PressTV, TASS.

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