Mehr 300 Journalisten wurden in den sechs Jahren des Jemen-Kriegs getötet

In Deutschland jammern sowohl Alternativ- als auch Leitmedien über den rauen Umgang mit Journalisten ihresgleichen. Wenn man sich mal die Zahlen aus dem Jemen anschaut, wird schnell klar, dass in Deutschland auf hohem Niveau gejammert wird. Über 300 getötete Journalisten seit dem Jemen-Krieg, der seit sechs Jahren im Gange ist, sprechen für sich.

Nach Angaben der jemenitischen Medienunion sind mehr als 300 Journalisten und Korrespondenten infolge der verheerenden Militärkampagne in Saudi-Arabien ums Leben gekommen, und einige ihrer Verbündeten führen seit 2015 gegen das westasiatische Land.

In einer anlässlich des Welttags der Pressefreiheit veröffentlichten Erklärung gab die Gewerkschaft bekannt, dass 337 jemenitische Pressevertreter, darunter 47 Bürgerjournalisten und 290 Kriegskorrespondenten, bei saudischen Luftangriffen auf ihre Häuser und Arbeitsplätze in der EU getötet wurden letzten sechs Jahren.

Das saudische Regime habe im gleichen Zeitraum 584 Verstöße gegen jemenitische Journalisten begangen und Korrespondenten und Medienmitarbeiter gezielt gegen die Aufdeckung der Gräueltaten, Verstöße und schrecklichen Verbrechen des Riad-Regimes und seiner Verbündeten vorgegangen.

In der Erklärung wurde hervorgehoben, dass Saudi-Arabien auf dem World Press Freedom Index der Pressefreiheitsorganisation Reporter ohne Grenzen (RSF) auf Platz 170 von 180 Ländern steht, und betont, dass das Königreich eines der gefährlichsten Regime der Welt ist, das eine ernsthafte Bedrohung für die Welt darstellt die Freiheit von Presse und Medien.

Darüber hinaus wurden 23 Medienzentren zerstört, 30 Sendemasten ins Visier genommen, acht Fernsehkanäle ausgesetzt, Sendesignale von sieben Fernsehsendern blockiert und drei Nachrichtenseiten infolge des von Saudi-Arabien angeführten Angriffs gehackt.

Die Gewerkschaft fügte hinzu, dass zwei offizielle Zeitungen ebenfalls ihre Veröffentlichung eingestellt haben, während 143 arabischen und ausländischen Journalisten die Berichterstattung untersagt wurde.

Von Saudi-Arabien unterstützte Militante haben auch Presseinstitutionen wie die Hauptbüros der Zeitung al-Jumhuriya in der Stadt Ta’izz sowie die Tageszeitung Akhbar al-Youm in der südlichen Hafenstadt Aden geplündert.

Darüber hinaus wurden Hunderte von Facebook-, Twitter- und YouTube-Konten von Medienorganisationen, Medienfachleuten und Menschenrechtsaktivisten gesperrt.

Die jemenitische Medienunion äußerte sich dann besorgt über die anhaltenden saudischen Angriffe auf Journalisten im Jemen und verurteilte das Schweigen der internationalen Gemeinschaft zu den willkürlichen Praktiken der von Saudi-Arabien geführten Koalition, nämlich die Kürzung der Gehälter von Medienarbeitern und Versuche, jemenitischen Korrespondenten ihr Diktat aufzuzwingen.

Sie forderte die Bildung eines unabhängigen internationalen Untersuchungsausschusses, um die Verbrechen der Koalition der Aggression gegen Medienfachleute im Jemen zu untersuchen und die Beteiligten an zuständige internationale Gerichte zu verweisen.

Die Journalistengewerkschaft forderte die Vereinten Nationen und die UNESCO außerdem auf, feste und klare Positionen in Bezug auf solche Verbrechen einzunehmen, die einen offensichtlichen Verstoß gegen das Völkerrecht darstellen, und die von Saudi-Arabien geführte Koalition unter Druck zu setzen, die Luftblockade aufzuheben, den Flughafen Sana’a zu eröffnen und den Jemen zuzulassen und internationale Journalisten, um in den und aus dem Jemen zu reisen und ihnen den notwendigen Schutz zu bieten.

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