Krieg in der Ostukraine: Kiew verlegt Truppen an die Ostfront – US-Ausbilder nach einem Saufgelage gestorben

Die ukrainischen Streitkräfte verlegen weiter Kampfeinheiten und schweres militärisches Gerät in Richtung Osten. Wie unabhängige Militärkanäle unter Berufung auf Videomaterial berichten, wurden mehrere Einheiten von Panzern und Soldaten via Zug in die Regionen Charkiw, Cherson und Nikolajew verlegt.

Folgendes Video wurde auf dem Telegramkanal Militär-News veröffentlicht und zeigt, wie Kiew Militärgerät wie schwere Panzer in Richtung Ostfront und gen Süden verlegt.

Es bleibt abzuwarten ob und wann wieder schwere Kampfhandlungen im Donbass aufgenommen werden. Im Frühjahr kam es verstärkt zu schweren Gefechten, nachdem der Krieg im Donbass zunächst in einen Stellungskrieg festgefahren war, in dem sich sowohl die Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) vereinzelt Schusswechsel mit dem Kiewer Militär ablieferten.

Während zeitgleich die Nordallianz NATO unter anderem auch in der von Kiew kontrollierte Ukraine ihr Manöver Defender2021 abhielt, verlegte das ukrainische Militär bereits verstärkt schweres Gerät und Jägereinheiten an die Trennlinie und es kam zu schwereren Scharmützeln, die bis Ende April andauerten. Danach beruhigte sich die Lage an der Ostfront und es kam zum üblichen Beschuss vor allem am Stadtrand von Donezk.

Mehrere internationale Organisationen wie die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit für Europa (OSZE), die Trilaterale Kontaktgruppe, sowie Deutschland, Frankreich und Russland verhandeln mit den Kriegsparteien über einen Waffenstillstand, der seit 2015 nur rudimentär eingehalten wird.

Unbeschadet des NATO-Manövers sind in der Ukraine auch britische, kanadische und amerikanische Ausbilder in der Ukraine tätig, die das Kiewer Militär unterstützen. Wie der Militärgeheimdienst der DVR-Miliz berichtete, starb am 27. Mai ein US-Ausbilder nach einem Saufgelage in einem Dorfhotel in der Nähe von Lemberg in der Westukraine. Der etwa 47 Jahre alte Ausbilder soll den Angaben zufolge an einer „schweren Alkoholvergiftung“ gestorben sein, schreibt das Portal Donbass Segonya unter Berufung auf den Geheimdienst.

Seit 2014 tobt ein Krieg in der Ostukraine bei dem bislang 14.000 Menschen – überwiegend Zivilisten – ums Leben kamen. Kriegsgrund ist der vom Westen gestützte Staatsstreich in Kiew, der dazu führte, dass die überwiegend russischsprachigen Bewohner der Donbass-Regionen sich von der Ukraine abgespalten haben und sie Volksrepubliken Donezk und Lugansk nach einem international nicht anerkannten Referendum proklamiert haben. Diese Kriegsparteien werden von Moskau unterstützt, während Kiew vor allem von der NATO-Allianz militärisch und logistisch unterstützt wird.

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