Nach jahrelanger unzureichender Unterstützung des Westens: Selenskij spricht mit Putin auf russisch

Der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskjj, wandte sich während eines Gesprächs mit ausländischen Journalisten auf Russisch an seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin. Der Text des Interviews wurde auf der offiziellen Weltnetzseite des Präsidenten veröffentlicht.

„Die russische Seite hat möglicherweise eine Million verschiedene Fragen zu den bilateralen Beziehungen. Und wir können eine Million Fragen haben. Aber wenn die Leute den Krieg beenden, die Beziehungen normalisieren wollen, sagen sie: Gott segne sie, mit dieser Adjenda, treffen wir uns, komm schon, lass uns gehen “, so der ukrainische Präsident. Russland und die Ukraine haben eine gemeinsame Geschichte, so das Staatsoberhaupt, und das russische Volk will keinen Krieg.

Noch im Frühjahr kam es zu einem heftigen Säbelrasseln zwischen der Ukraine und den von Russland gestützten Donbass-Republiken. Diese liefen im Zuge der NATO-Übung Defender2021 ab. Kiew erhoffte sich wohl, dass die NATO neben den USA in den Konflikt eingreifen würden, was aber dann ausblieb.

Der Nordallianz und dem Westen warf Selenskij gestern gegenüber Journalisten der französischen Nachrichtenagentur AFP, der amerikanischen Agentur AP und dem Reuters-Büro vor, die Ukraine nicht hinreichend unterstützt zu haben.

«Wenn die Ukraine dieses globale Problem alleine löst, haben wir keine andere Möglichkeit, als uns in eine sehr starke, die stärkste Armee in Bezug auf Ausrüstung und Truppen in Europa zu verwandeln. Und dafür werden wir einfach alles ausgeben, was wir haben», so der Präsident gegenüber den westlichen Journalisten.

Auch kritisierte der ukrainische Präsident, dass die NATO der Ukraine keinen Plan vorgelegt hat, ob und wann der Beitritt zur Nordallianz wahrscheinlich ist. Allerdings sagten westliche Spitzenpolitiker bereits vor Jahren, dass in den nächsten Jahren ein NATO- oder EU-Beitritt der Ukraine unwahrscheinlich sei.

Das ukrainische Militär ist nach wie vor mit russischen beziehungsweise sowjetischen Beständen ausgestattet, was oftmals nicht den NATO-Standards entspricht.

Nun könnte also die Kehrtwende kommen, nachdem die letzte Offensive gegen die Donbass-Republiken nicht von der NATO unterstützt wurde und Kiew realisieren muss, dass man nur der Spielball des Westens war, um den Konflikt gegen Russland zu schüren, der nach wie vor ein Wirtschafts- und Handelskrieg ist, der auch Elemente der hybriden und asymetrischen Kriegsführung enthält.

So wurde der Staatsstreich in Kiew vom Westen unterstützt, der letztlich in den Donbass-Konflikt mündete, der bislang 14.000 Menschenleben – überwiegend Zivilisten- einforderte und das Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland massiv zerrüttete. Zudem ist der der international nicht anerkannte Beitritt der Krim zur Russischen Föderation ein Zankapfel zwischen Kiew und Moskau.

Quellen: RIA Novosti, News Front.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s