Moskau: Zentralbank warnt vor Investionen in Kryptowährungen

Die russische Zentralbankchefin Elvira Nabiullina hält Investitionen in Krypto-Assets für die gefährlichste Anlagestrategie.

Während in Deutschland Boulevard-Medien gerne Kryptowährungen wie Bitcoin in den Himmel loben, sieht man solche Investitionen im fremden Russland skeptischer. In einem Gespräch mit einem Moskauer Boulevard-Blatt warnt die Leiterin der Bank Rossii, auch Zentralbank der Russischen Föderation genannt, vor solchen Währungen.

„Spekulative Kryptoassets sind sicherlich die gefährlichsten Strategien von allen. Der Preis ist sehr volatil, Verluste können entsetzlich sein. Die Zentralbank gibt nie Ratschläge, wo man investieren sollte, aber in diesem speziellen Fall – hier sollte [man] definitiv nicht [investieren] “, sagte sie in einem Interview mit der Zeitung „Komsomolskaja Prawda“.

Kryptoassets wie Bitcoin, Ether oder Ripple basieren auf Blockchain. Blockchain ist eine verteilte, öffentliche Datenbank. Im Kontext von Bitcoin wird diese Datenbank genutzt um Geldtransaktionen zu verwalten. Der Begriff „Chain“ kommt von der Kette, zu der die Transaktionen in chronologischer Reihenfolge hinzugefügt werden.

Solche Währungen werden immer wieder von Prominenten beworben und im Internet haben sich zahlreiche „Berater“ selbstständig gemacht, um Konsumenten und Sparern, diese Währung als große Anlagestrategie zu verkaufen. Währungen wie Bitcoin werden auch dafür benutzt, um illegale Geschäfte wie Kinderpornographie, Waffen- und Drogenhandel und andere kriminelle Dienstleistungen zu finanzieren.

Bankeinlagen seien eine der besten konservativen Sparstrategien, sagte Nabiullina. „Viele sind an die Börse geeilt, die Renditen sind hier höher, aber man sollte immer daran denken, dass es auch Risiken gibt. Es ist notwendig, die Produkte genau zu erkunden, Anzeigen kritisch zu betrachten, vor allem, wenn man sagt, dass es keine gibt.“ Risiken hier, während die Renditen hoch sind, funktioniert das nicht“, bemerkte sie.

Auch bei der Investition in Immobilien gibt es gewisse Risiken. „Nachdem die Marktüberhitzung die Preise fallen könnte, ist auch die Liquidität [d. h. die Möglichkeit, sie schnell zu verkaufen] nicht garantiert. Sie befinden sich möglicherweise in einer Situation, in der Ihre investierten Ersparnisse geringer sind und es ziemlich schwierig sein wird, sie zurückzugeben in Fonds“, erklärte dierussische Zentralbankchefin.

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