Russische Marine startet Manöver im Schwarzen Meer

Russlands Schwarzmeerflotte hat Marineübungen auf der Halbinsel Krim gestartet, während US- und NATO-Kriegsschiffe gemeinsame Übungen im strategischen Schwarzen Meer durchführen, was die Spannungen in der Region verschärft.

Darüber schreibt unter anderem der iranische Sender PressTV unter Berufung auf Verlautbarungen aus Moskau. Das russische Verteidigungsministerium teilte am Dienstag mit, dass die auf der Krim stationierten Küstenraketensysteme Bal und Bastion im Rahmen einer Übung zur Zerstörung eines simulierten feindlichen Überwasserschiffs in den strategischen Gewässern Raketen in das Schwarze Meer abgefeuert hätten.

„Im Laufe der Übung übten die Soldaten den Algorithmus der Maßnahmen, um Raketenangriffe gegen ein simuliertes feindliches Kriegsschiff durch elektronische Starts durchzuführen“, fügte das Ministerium hinzu.

Die Übungen fanden kurz nach dem russischen National Defense Control Center statt, das den britischen Lenkwaffenzerstörer Defender und die niederländische Marinefregatte Evertsen verfolgte, als sie sich dem Lenkflugkörperzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse der US-Marine USS Laboon und anderen im Schwarzen Meer positionierten Schiffen anschlossen für die multinationalen Militärübungen Sea Breeze 2021

Die „Sea Breeze“-Übungen werden gemeinsam von der Ukraine und den Vereinigten Staaten veranstaltet. In diesem Jahr werden die jährlichen Kriegsspiele, die vom 28. Juni bis 10. Juli stattfinden sollen, ihr bisher größtes multinationales Treffen sein.

Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums werden im Schwarzen Meer etwa 4.000 Militärangehörige der NATO sowie 40 Marineschiffe, Boote und Hilfsschiffe, 30 Lufteinheiten sowie über 100 Fahrzeuge und Panzereinheiten stationiert. Die Hauptteilnehmer der Übung würden die Ukraine, die Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien und die Türkei sein.

Im Rahmen der Übungen werden auch Spezialeinheiten aus verschiedenen NATO-Staaten in der Ukraine stationiert.

Zuvor hatte Moskau aufgrund militärischer Aufrüstungen der Nato-Staaten nahe der russischen Grenze Kontingente an der Grenze zur Ukraine und auf der Halbinsel Krim stationiert. Der Kreml sagte, die Einsätze seien eine Reaktion auf drohende Militäraktionen der NATO.

Unterdessen sagte Bobby Dixon, Leutnant der US Navy, der die öffentlichen Angelegenheiten der Übung Sea Breeze leitet, die kombinierte Operation sei ein Zeichen für das Engagement der Vereinigten Staaten, mit der NATO und ihren Partnerländern zusammenzuarbeiten, „um die maritime Sicherheit im Schwarzen Meer zu verbessern“.

Er sagte, die Übungen würden über 30 Länder zusammenbringen, die in der Ukraine und in internationalen Gewässern und im Luftraum operieren würden, was, wie er behauptete, „mit international anerkannten Normen und Verhaltensweisen übereinstimmt“.

Am Montag gab die 6. US-Flotte ihre Teilnahme an den Sea Breeze-Übungen in der Ukraine bekannt.

Die ukrainischen Seestreitkräfte haben bereits mit dem Live-Feuer-Kampftraining inmitten der verschärften geopolitischen Spannungen rund um die Übungen begonnen.

Der jüngste vom Westen geführte Truppeneinsatz am Schwarzen Meer findet inmitten verschärfter Spannungen zwischen Russland und dem Westen statt. Russland sagt, die USA und die NATO seien an provokativen Aktivitäten in den Gewässern und im Luftraum des Schwarzen Meeres beteiligt. In einem Kommentar, der am Dienstag in der deutschen Zeitung Die Ziet veröffentlicht wurde, sagte der russische Präsident Wladimir Putin, dass die USA und ihre Verbündeten hinter der anhaltenden Instabilität der Ukraine stünden.

Russland fordert die USA auf, die Militärübungen im Schwarzen Meer einzustellen

Russland hat die USA und ihre Verbündeten aufgefordert, die Militärmanöver im Schwarzen Meer zu stoppen.

„Wir fordern die USA und ihre Verbündeten auf, die Militäroperationen im Schwarzen Meer einzustellen“, teilte die russische Botschaft in den USA am Mittwoch in einem Beitrag auf ihrem Twitter-Account mit.

„Jedes in der Region auftauchende Problem kann von den Anrainerstaaten selbst gelöst werden, ohne Hilfe von außen ‚aufzuzwingen‘“, fügte sie hinzu.

„Das Ausmaß und die offensichtlich aggressive Art der militärischen Übungen Sea Breeze entsprechen in keiner Weise den tatsächlichen Sicherheitsbedürfnissen in der Schwarzmeerregion“, sagte die Botschaft und fügte hinzu, dass die Übungen „das Risiko unbeabsichtigter Zwischenfälle erhöhen“ und „militaristische Ambitionen in Kiew wecken“. .“

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