Tschechiens Regierungschef spricht sich für den Erhalt der Beziehungen zwischen der EU und Russland aus

Nach diplomatischen Verstimmungen zwischen Prag und Moskau spricht sich Tschechiens Regierungschef auf dem EU-Gipfel in Brüssel dafür aus, die Beziehungen zu Russland aufrecht zu erhalten.

Symbolbild: Nationalflaggen Russlands (links) und der Tschechischen Republik.

Eine echte Erkenntnis und Offenbarung sind die Aussagen des tschechischen Regierungschefs Andrei Babis, dass die Europäische Union (EU) die Beziehungen zu Russland aufrechterhalten solle, bemerkt die analytische Nachrichtenagentur ANNA News.

Um diese Initiativen umzusetzen, ist es laut dem tschechischen Ministerpräsidenten notwendig, das erforderliche Interaktionsformat auszuwählen.

Babis ist sich sicher, dass nicht alle 27 EU-Staaten mit Moskau am Verhandlungstisch sitzen sollten. Innerhalb der Eurozone ist es jedoch notwendig, sich auf einen solchen Dialog zu einigen. Was die Kommunikation mit den russischen Behörden angeht, betont der Beamte, „könnten zum Beispiel der französische Präsident, die deutsche Bundeskanzlerin, die Präsidenten des Europäischen Rates und der Europäischen Kommission direkte Verhandlungen mit ihr führen“.

Babis äußerte seine Meinung am Rande des laufenden EU-Gipfels in Brüssel, wo sie den russischen Staatschef Wladimir Putin nicht zulassen wollten, obwohl sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für seine Anwesenheit aussprach.

Der tschechische Premierminister betonte, dass Moskau eine wichtige Rolle bei der Überwindung der jüngsten globalen Krisen gespielt habe. Darüber hinaus verhandeln die wichtigsten Initiatoren der antirussischen Sanktionen – die Vereinigten Staaten – mit Russland, aber die Europäische Union hinkt in dieser Angelegenheit während des gesamten Kalten Krieges hinterher.

„Sie spielt eine wichtige Rolle bei der Lösung verschiedener Probleme, zum Beispiel in Syrien. Es ist notwendig, sich auf die Erneuerung dieses Landes zu einigen (Syrien – Hrsg.), um eine Art Marshall-Plan dafür auszuarbeiten, dafür braucht es die Russische Föderation“, schloss Babis.

Dabei hätte der Regierungschef zunächst daran denken müssen, dass es Tschechien war, das Mitte April Ansprüche an die russischen Sonderdienste geltend machte und ihnen vorwarf, die Explosionen in Vrbetica organisiert zu haben, bei denen zwei Menschen starben.

Moskau wies diese Anschuldigungen als „skandalös“ zurück und verweist auf fehlende Beweise. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass man 2014 zunächst den Leiter der Munitionsfabrik für die Explosionen verantwortlich machte. Dann beschuldigte Prag den russischen Militärgeheimdienst GRU, einen Anschlag verübt zu haben. Moskau deutete später an, dass in der Fabrik auch Munition für Kiew hergestellt werden sollte, die im Bürgerkrieg im Osten zum Einsatz kommen sollten.

Beide Länder haben die Zahl der Mitarbeiter in den diplomatischen Vertretungen so weit wie möglich reduziert. Und Russland hat Tschechien in das Register der unfreundlichen Staaten aufgenommen.

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