Krieg im Donbass: Milizionär der Volksrepublik Lugansk nach intensiven Beschuss durch Kiewer Kräfte gefallen

Ukrainische Truppen haben heute Nacht fünfmal das Territorium der Volksrepublik Lugansk unter Beschuss genommen. Infolge dieses Beschusses wurde ein Soldat der Volksmiliz Lugansk (LVR) getötet.

Dies teilte der offizielle Vertreter des Verteidigungsministeriums der Republik, Ivan Filiponenko, mit.

„Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass bei der Verteidigung der Republik gegen die ukrainische Aggression ein Soldat der Volksmiliz mit dem Leben unvereinbare Verletzungen erlitten hat. Wir sprechen der Familie und den Freunden des verstorbenen Verteidigers der Republik unser aufrichtiges Beileid aus “, sagte er.

Der Vertreter des Verteidigungsministeriums stellte fest, dass die Soldaten der Volksmiliz der LVR aufgrund des Beschusses der Kiewer Sicherheitskräfte gezwungen waren, das Feuer auf die Stellungen der ukrainischen Streitkräfte zu erwidern, von denen aus sie schossen.

„Um die Sicherheit der Zivilbevölkerung der Republik zu gewährleisten, wurden unsere Verteidiger gezwungen, auf feindliche Stellungen, aus denen sie schossen, mit Waffen zu schießen, die nicht durch die Minsker Vereinbarungen verboten sind“, sagte Filiponenko.

Die Vertretung der LVR im Gemeinsamen Zentrum für Kontrolle und Koordination des Waffenstillstandsregimes (JCCC) stellte klar, dass die Gebiete von Zolote-5 und die Siedlung Kalinovo städtischen Typs unter Beschuss der ukrainischen Streitkräfte standen. Das Feuer wurde mit Mörsern vom Kaliber 82mmm, schweren Panzerabwehr-Granatwerfern vom Typen SPG-9, automatischen schweren Granatwerfern vom Typen AGS-17 und Handfeuerwaffen eröffnet.

Seit 2014 tobt zwischen der Ukraine und den Donbass-Republiken Donezk und Lugansk ein Bürgerkrieg, nachdem sich die beiden selbsternannten Volksrepublik im Zuge des Maidan-Staatsstreiches von der Ukraine losgelöst haben. Als es im Frühjahr 2014 zu heftigen Auseinandersetzungen kam und auch Kampfflugzeuge das Territorium der Volksrepubliken bombardierten, ging man 2015 zu einem Stellungskrieg über, wo im Zuge des Minsker Abkommens ein Waffenstillstand vereinbart wurde, gegen den die Ukraine nahezu täglich verstößt, indem es mit Artillerie- und Mörserfeuer oftmals ungelenkt auf das Territorium der Volksrepublik schießt.

Der überwiegend seit 2015 stattfindende Stellungskrieg wurde im Frühjahr 2021 beweglicher, nachdem sowohl Kiew als auch Donezk und Lugansk zu einer Mobilmachung aufgerufen haben. Ab April wurden die Kämpfe wieder intensiver und dauerten bis Anfang Mai an. Seitdem kommt es allerdings immer wieder zu kleineren Scharmützeln, wo Menschen ums Leben kommen. Insgesamt forderte der Krieg im Donbass mehr als 14.000 Menschenleben – überwiegend Zivilisten – ein.

Es handelt sich hierbei um einen Stellvertreterkrieg zwischen den Westmächten und der Russischen Föderation, auf deren Seite sich auch inzwischen Belarus angeschlossen hat. Während Russland die Donbass-Republiken unterstüzt, wird die Ukraine von den NATO- und EU-Staaten, allen voran USA, Großbritannien, Kananda und den Staaten des Baltikums personell militärisch und logistisch unterstützt. Zudem fand die NATO-Großübung Defender2021 dieses Jahr unter anderem in der Ukraine statt, wo sich Kiew heuer mehr Unterstützung erhofft hat, um die verlorenen rohstoffreichen Gebiete zurückzugewinnen.

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