Biden kündigt die Entsendung von US-Truppen nach Osteuropa an

Der Ukraine-Konflikt, ein Stellvertreterkrieg zwischen der US-geführten Nordallianz und Russland spitzt sich weiter zu. Biden kündigte nun die Entsendung von US-Truppen nach Osteuropa an.

US-Präsident Joe Biden sagte, er werde bald amerikanische Streitkräfte nach Osteuropa entsenden, um den Druck auf Russland angesichts der eskalierenden Spannungen um die Ukraine aufrechtzuerhalten.

„Ich werde in naher Zukunft US-Truppen nach Osteuropa in NATO-Staaten verlegen“, sagte Biden am Freitag gegenüber Reportern in Washington, als er nach einem Zeitplan dafür gefragt wurde, und fügte hinzu, er habe keine Neuigkeiten zur Situation in der Ukraine.

Das US-Militär hat bereits 8.500 Soldaten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, um sich auf den Einsatz in Osteuropa vorzubereiten und die NATO-Präsenz in der Region nach Vorwürfen über eine russische Invasion in der Ukraine zu stärken.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte die westlichen Führer auf, das Schüren von „Panik“ zu vermeiden, und sagte, die Stabilität der Ukraine sei von großer Bedeutung, da die panikauslösenden Warnungen der USA ihre Wirtschaft schwer belasten.

„Das größte Risiko für die Ukraine … ist die Destabilisierung der Situation im Land“, fügte Selenskyj hinzu und fragte: „Wegen all dieser Signale, dass es morgen Krieg geben wird, gibt es Signale sogar von angesehenen Staatsführern, sie sind einfach sagen, dass morgen Krieg sein wird. Das ist Panik – wie viel kostet es unseren Staat?“

Seine Äußerungen kamen, als der russische Präsident Wladimir Putin und sein französischer Amtskollege Emmanuel Macron die Notwendigkeit einer Deeskalation unterstrichen.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte, Moskau wolle keinen Krieg mit der Ukraine. „Wenn es nach der Russischen Föderation geht, wird es keinen Krieg geben. Wir wollen keinen Krieg“, so der russische Chefdiplomat.

Er sagte auch, Russland habe Vorschläge von den USA erhalten, die besser seien als die von der NATO, fügte jedoch hinzu, dass Präsident Putin entscheiden werde, wie auf die Vorschläge zu reagieren sei.

Lawrow sagte auch, er erwarte, in den nächsten Wochen US-Außenminister Antony Blinken zu treffen.

In den letzten Wochen und Monaten ist der seit 2014 bestehende Ukraine-Konflikt wieder ein Hauptthema in der Weltpolitik. Russland und die Ukraine streiten sich nach wie vor um die russisch annektierte Krim und um die Donbass-Gebiete, die von pro-russischen Separatisten geführt werden.

Nachdem Russland verstärkt Truppen und schweres Gerät an die Westflanke verlegt hat, befürchtet die Ukraine eine Invasion. Diese Sorge teilen auch die westlichen Verbündeten, insbesondere Deutschland.

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