Umfrage: Mehrheit der US-Bürger gegen Krieg mit Russland

Die Mehrheit der Amerikaner unterstützt die Diplomatie und nicht den Krieg mit Russland, da die Spannungen über die Ukraine weiter eskalieren, wie eine neue Umfrage ergab.

Laut einer Data for Progress-Umfrage unter 1.214 wahrscheinlichen US-Wählern gaben 71 Prozent der Demokraten und 46 Prozent der Republikaner an, dass sie wollen, dass die Vereinigten Staaten eine diplomatische Lösung mit Russland anstreben und den Weg in einen militärischen Konflikt vermeiden.

Insgesamt unterstützen 58 Prozent aller Befragten „etwas“ oder „stark“, dass die Biden-Regierung „ein Abkommen mit Russland trifft, um einen Krieg um die Ukraine zu vermeiden“.

Die Befragten sagten, die Vereinigten Staaten sollten bereit sein, Zugeständnisse zu machen, um die Spannungen zu deeskalieren und einen Krieg zu vermeiden.

Antikriegsaktivisten versammelten sich am Donnerstag vor dem Weißen Haus und forderten Washington auf, seine kriegerische Kriegsrhetorik gegenüber Russland abzuschwächen und Frieden und Diplomatie eine Chance zu geben. Die Demonstranten forderten die Biden-Regierung auf, Moskau nicht mehr zu verärgern, da es einen verheerenden Krieg mit globalen Auswirkungen auslösen könnte.

Das Weiße Haus hat jedoch seine Absicht erklärt, umfassende Sanktionen gegen Russland zu verhängen, und hat Lieferungen von in den USA hergestellten Waffen in die Ukraine genehmigt.

Die Umfrage „Data for Progress“ ist die jüngste in einer Reihe von Umfragen, die zeigen, dass die Amerikaner skeptisch gegenüber dem ständigen Strom von Nachrichten sind, die die Ukraine als lebenswichtiges nationales Interesse darstellen. Die Ergebnisse spiegeln ähnliche Erkenntnisse von Morning Consult und YouGov wider.

Die Umfrage kommt, da hochrangige Regierungsbeamte davor gewarnt haben, dass Russland in der Lage ist, in die benachbarte Ukraine einzudringen. Präsident Joe Biden kündigte am Freitag an, dass er plane, „in naher Zukunft“ Truppen nach Osteuropa zu verlegen. Das Pentagon hat bereits rund 8.500 Soldaten in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt.

In den letzten Wochen und Monaten nahm der Ukraine-Konflikt wieder an Fahrt auf, nachdem Russland massiv Militär an die Westflanke verlegte. Kiew befürchtete eine russische Invasion, inzwischen beschwichtigt die Regierung allerdings.

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