Moskau: Duma stimmt für die Anerkennung der Volksrepubliken Donezk und Lugansk

Die Staatsduma der Russischen Föderation hat für die Anerkennung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk (DVR und LVR) gestimmt, die Entscheidung wird Präsident Putin übermittelt.

Ein Appell an den russischen Präsidenten über die Notwendigkeit der Anerkennung der DVR und LVR wird unverzüglich übermittelt

Auf der Plenarsitzung beschlossen die Abgeordneten, einen Appell an den Präsidenten zu richten, um die Frage der Anerkennung der Volksrepublik Donezk und der Volksrepublik Lugansk als unabhängige, souveräne und unabhängige Staaten zu prüfen.

Kiew halte sich nicht an die Vereinbarungen von Minsk. Unsere Bürger und Landsleute, die im Donbass leben, brauchen Hilfe und Unterstützung.

In diesem Zusammenhang glauben die Abgeordneten, dass die Anerkennung der DVR und LVR Gründe für die Gewährleistung der Sicherheit und des Schutzes der Einwohner der Republiken vor äußeren Bedrohungen sowie für die Stärkung des internationalen Friedens und der regionalen Stabilität gemäß den Zwecken und schaffen wird Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen und wird den Prozess der internationalen Anerkennung beider Staaten einleiten.

Der Beschluss über den Appell der Staatsduma an den Präsidenten zur Anerkennung der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk werde sofort unterzeichnet und dem Staatsoberhaupt übermittelt, sagte Staatsduma-Sprecher Wjatscheslaw Wolodin.

Die beiden Donbass-Republiken haben sich im Zuge des Kiewer Staatsstreiches (sogenannte Maidan-Revolution im Jahre 2014) von der Ukraine via Referendum abgespalten und sich zu unabhängigen Volksrepubliken erklärt.

Seitdem herrscht in dieser Region ein Bürgerkrieg, der nach internationalen Angaben mehr als 14.000 Menschenleben einforderte. Während Moskau die pro-russischen Separatisten unterstützt, wird Kiew überwiegend von den NATO-Staaten, vor allem von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und Kanada unterstützt.

Der Bürgerkrieg erreichte in den Jahren 2014 und 2015 seinen Höhepunkt. Nach den Gesprächen in Minsk im Rahmen des Normandie-Formates unter Beteiligung aller Konfliktparteien nebst Deutschland und Frankreich findet dort ein Stellungskrieg statt, der immer wieder in eine heiße Phase übergeht.

Im Frühjahr 2021 haben sowohl die Ukraine als auch die Donbass-Republiken eine großangelegte Mobilmachung gestartet. Eine Rückeroberung seitens des Kiewer Militärs ist nicht gelungen.

Die beiden Volksrepubliken sind neben der annektierten Krim der zweite Konfliktschauplatz zwischen der Ukraine und Russland.

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