Brustkastenlüge 2.0? Der Kriegspropagandaschauplatz von Butscha

Gestern präsentierte die Ukraine Bilder von einem vermeintlichen Massaker in Butscha, einer Vorstadt von Kiew, aus denen sich Russland am 30. April zurückgezogen hat. Die Videos und Bilder gehen gerade um die Welt. Handelt es sich tatsächlich um ein Kriegsverbrechen der Russen oder gehen wir wieder mal einer Propagandalüge auf den Leim.

Es wäre nicht das erste Mal, das westliche Propagandaagentur ein Massaker inszeniert hätten, das der Weltöffentlichkeit gezeigt wurde, um militärisches Handeln zu rechtfertigen oder politische Konsequenzen zu fordern. Irak, Jugoslawien, Syrien sind drei bekannte Beispiele aus der Vergangenheit.

Das Kiewer Regime nutzt die Situation, um den Westen zu weiteren Sanktionen gegen Russland aufzufordern, mehr Waffen zu fordern und weitere Handlungen gegen Russland zu starten. Die deutsche Regierung kündigte bereits weitere Sanktionen an. Moskau weist die Vorwürfe von sich.

In der ukrainischen Stadt Butscha (oder Bucha), als sie von den russischen Streitkräften kontrolliert wurde, wurden keine zivilen Opfer gemeldet, aber die US-Medien ignorierten den Beschuss der Stadt durch das ukrainische Militär, der auf den Abzug russischer Truppen folgte, sagte der russische Botschafter in Washington, Anatoly Antonov Antwort auf eine Newsweek-Frage.

„Das russische Verteidigungsministerium hat diese falschen Anschuldigungen vollständig zurückgewiesen“, bemerkte er und kommentierte Berichte über angebliche Tötungen von Zivilisten durch russische Truppen in Butscha. „Ich möchte darauf hinweisen, dass russische Truppen Bucha am 30. März verlassen haben. Die ukrainischen Behörden haben all diese Tage geschwiegen, und jetzt haben sie plötzlich sensationelles Filmmaterial veröffentlicht, um das Image Russlands zu beschmutzen und Russland zur Verteidigung zu bewegen“, sagte Antonov laut der russischen Nachrichtenagentur TASS.

„Ich möchte mit voller Verantwortung betonen, dass kein einziger Zivilist Gewalt erlitten hat, als die Stadt von den russischen Streitkräften kontrolliert wurde. Im Gegenteil, unsere Truppen haben 452 Tonnen humanitäre Hilfe für Zivilisten geliefert“, betonte Antonov. „Unterdessen wurde die Tatsache, dass die ukrainischen Streitkräfte die Stadt Butscha direkt nach dem Abzug der russischen Truppen beschossen, in den USA absichtlich ignoriert. Dies hätte zu zivilen Opfern führen können. Das heißt, das Kiewer Regime versucht eindeutig, seinen Gräueltaten die Schuld zu geben auf Russland“, fügte er hinzu.

Das russische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag mit, die russischen Streitkräfte hätten Butscha in der Region Kiew am 30. März verlassen, während „Beweise für Verbrechen“ erst vier Tage später auftauchten, nachdem Beamte des ukrainischen Sicherheitsdienstes in der Stadt eingetroffen waren. Das Ministerium betonte, dass der Bürgermeister der Stadt, Anatoly Fedoruk, am 31. März in einer Videoansprache bestätigt habe, dass sich keine russischen Truppen in Butscha befänden. Er sagte jedoch kein Wort über Zivilisten, die mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf der Straße erschossen wurden.

Die ukrainischen Behörden müssen verifizierbare medizinische forensische Daten vorlegen, um ihre Vorwürfe gegen Russland in Bezug auf die Entwicklungen in der Stadt Bugscha zu untermauern, schrieb der ehemalige Waffeninspektor der Vereinten Nationen, Scott Ritter, auf Twitter.

„Jeder, der aus unbestätigten Videos, die von einer Seite stammen, die für wilde propagandistische Behauptungen bekannt ist, reflexartig Urteile fällt, ohne auf eine Überprüfung jeglicher Art zu warten, sollte wahrscheinlich aufhören, sich Journalisten zu nennen“, betonte er und kommentierte US-Medienberichte über Zivilisten, die angeblich von russischen Truppen getötet wurden .

„Die grundlegende medizinische Forensik würde drei Schlüsselfragen beantworten: den Todeszeitpunkt, den Todesmechanismus und ob die Leichen bewegt wurden. Mal sehen, ob die Ukrainer verifizierbare medizinische forensische Daten liefern, um ihre Anschuldigungen zu untermauern“, fügte Ritter hinzu.

„Die Todeszeit. Der Todesmechanismus. Der Todesort. Beantworten Sie diese drei Fragen für jede Leiche.

Laut Ritter „in einer Zeit, in der die westliche öffentliche Meinung von einer intensiven Informationskriegsoperation geprägt wird, die ausschließlich darauf abzielt, Russland in ein negatives Licht zu rücken, sollte man meinen, objektive Beobachter würden auf die Forensik warten, bevor sie ’schuldig‘ schreien.“

Auch in deutschen Medien gibt es derzeit nicht nur einseitige Berichterstattung über den Vorfall von Butscha. „Offenbar basteln westliche PR-Agenturen in Zusammenarbeit mit ukrainischen Propagandaspezialisten gerade an der aktuellen Version des Massakers von Racak – die Bluttat in dem gleichnamigen Dorf im Kosovo hatte 1999 maßgeblich die Mobilisierung des Westens zum Krieg gegen das damalige Jugoslawien befeuert. Das aktuelle Pendant heißt Butscha. In dem Kiewer Vorort sollen russische Truppen vor ihrem Rückzug ein Massaker an der Zivilbevölkerung angerichtet haben. Die Bilder davon gehen um die Welt“, schreibt das Nachrichtenmagazin Zuerst! auf seiner Heimseite.

Auch Compact-Online bezweifelt den Hergang, wie er vom Westen dargestellt wurde: „Tatsächlich sprechen viele Punkte für eine Inszenierung, eine Operation unter falscher Flagge der ukrainischen Seite. So vor allem eine Videobotschaft des Bürgermeisters von Butscha, der darin bereits vor einigen Tagen freudig gemeldet hat, der 31. März gehe in die Geschichte der Stadt Butscha ein, denn die Stadt sei befreit worden, die russische Armee sei abgezogen.Kein Wort in dem Video von Massakern und Leichen!“

„Und dann die Mitteilung der ukrainischen Polizei & Nationalgarde auf ihrer Homepage vom 02.04.22 : “Beginn der Säuberung in Butscha” und dazu auch ein gleichnamiges Video veröffentlicht. Auch darin nichts davon dass es irgendwelche Toten massenweise auf den Straßen liegen. Nichts davon. Erst am Sonntag, 3.4., tauchen die Leichen-Videos plötzlich auf – obwohl ja, angeblich, die Toten unübersehbar offen herumlagen und schon vorher aufgefallen sein müssten! Apropos “Säuberungen in Butscha”: Wurden die Zivilisten in diesem Zusammenhang erschossen, also von den einrückenden Ukrainern? Prorussische Quellen machen darauf aufmerksam, dass viele Leichen weiße Armbinden tragen – ein Zeichen während der russischen Besatzung in den Wochen davor für kooperationswillige Einheimische“, resümiert Compact.

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