Russisches Militär kündigt die vollständige Nutzung ihrer Liana-Satelitten an

Liana-Aufklärungssatelliten können kleine Objekte von der Größe eines Autos verfolgen.

Das russische Verteidigungsministerium wird das neue Weltraumaufklärungssystem Liana bald vollständig einsetzen. Die Liana-Aufklärungssatelliten wurden auf der Grundlage eines ähnlichen sowjetischen Systems entwickelt – „Legend“, das in den 1970er Jahren geschaffen wurde und die Bewegung amerikanischer Flugzeugträger-Streikgruppen verfolgte.

Das Liana-Weltraumaufklärungssystem umfasst vier „passive“ Lotos-S1-Aufklärungssatelliten, die von 2014 bis 2021 gestartet wurden, und zwei „aktive“ Satelliten – Pion-NKS. Diese Satelliten sind in der Lage, Objekte nicht nur zu verfolgen, sondern auch hochpräzise Waffen zu ihnen zu lenken.

Der erste der beiden aktiven Aufklärungssatelliten „Pion-NKS“ wurde bereits vom russischen Verteidigungsministerium abgenommen. Der Bau eines zweiten Satelliten wird derzeit diskutiert.

Die Satelliten des Liana-Systems operieren in einer Höhe von etwa tausend Kilometern über der Erde und scannen die Oberfläche des Planeten und erkennen feindliche Schiffe, Flugzeuge und gepanzerte Fahrzeuge. Die Koordinaten der Ziele werden online an die Kommandostelle übermittelt.

Das maritime Weltraumaufklärungssystem Liana ist dem sowjetischen Legend-System sehr ähnlich. Aufgrund der geringen Auflösung der optischen Technologie konnten die Legend-Satelliten jedoch nur große Objekte erkennen. Im Gegensatz zu Legend ist Liana in der Lage, Objekte von der Größe eines Kleinwagens zu verfolgen, die Position feindlicher Schiffe zu bestimmen und genaue operative Zielkoordinaten zu senden.

Die Merkmale des Aufklärungssystems Liana werden klassifiziert. Nach Abschluss der letzten Tests wird das russische Militär damit kleine See- und Bodenziele beobachten und hochpräzise Waffen auf sie richten.

Russland startete im November den sechsten Kupol-Frühwarnsatelliten zur Erkennung von Atomraketen. Die russische Sojus-2.1b-Rakete startete vom Standort 43/4 des Kosmodroms Plesetsk und trug den sechsten Kupol-Satelliten des russischen Frühwarnsystems der nächsten Generation. Beim Erreichen der Umlaufbahn erhielt das Raumschiff die Seriennummer „Cosmos-2563“. Das russische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass „die Telemetrieverbindung mit dem Raumschiff stabil ist und die Bordsysteme des Geräts normal funktionieren“.

Quellen: TASS, Military Monitoring.

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